Was man von Diablo für die Selbständigkeit lernen kann

Spiele inspirieren mich schon mein Leben lang. Von Spielen habe ich viel über mich selbst, andere Menschen und das Leben an sich gelernt.

Eines der Spiele, das mich schon seit Jahrzehnten begleitet, ist Diablo. In Diablo geht es darum, in die Welt hinauszuziehen, Monster zu töten, seinen Charakter zu verbessern und seltene Gegenstände zu finden: epische Rüstungen, legendäre Waffen, klimpernde Edelsteine und geheimnisvolle Runen.

Immer, wenn ich mich durch Rifts und Greater Rifts grindete, entdeckte ich mehr und mehr Inspiration für die Selbständigkeit.

Die Parallelen zwischen Rollenspielen und der Selbständigkeit

Du lernst dich selbst kennen: Je mehr man seinen Charakter spielt, desto mehr lernt man seine Stärken und Schwächen kennen. Als Selbständiger muss man sehr bewusst und reflektiert durch den Tag gehen und sich mit sich selbst auseinandersetzen und schauen, wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Du hast einen Skill-Tree: In Diablo vergibt man Skillpunkte für Fähigkeiten, zB. mehr Leben, mehr Regeneration (Pausen), Schaden (Tatkraft). Ich versuche mich selbst auch öfter so zu betrachten, als würde ich mir Skillpunkte vergeben. Wo muss ich mich noch verbessern? +1 in Adwords, +1 in Geduld…

Diablo 3 Leidenschaft für Spiele in der Arbeit nutzenDu übernimmst die Verantwortung für dich selbst: In Diablo ist man im Single-Player allein unterwegs, kann aber gegen Bezahlung Söldner (wie eigene Unternehmer) anheuern. Indem man als Selbständiger sein eigenes Geld verdienen muss, trägt man für sich alleine die Verantwortung und sieht sich so noch eher mit seinen Stärken und Schwächen konfrontiert, als ein Angestellter.

Der Weg ist das Ziel: Sowohl in Diablo, als auch als Selbständiger hat man Aufgaben zu erledigen. Das interessante daran ist, dass man diese Quests nicht nur für die Belohnung macht, sondern, weil der Weg da hin auch schon so lustig ist. Was gibt es besseres, als seine Fähigkeiten zu benutzen, um sich durch eine Horde Monster zu schnetzeln – was ja für sich schon Belohnung genug ist – UND DANN NOCH am Ende einen Bonus, besondere Items und Gold erhält?

Du musst nicht durchhalten: Würde der Weg keinen Spaß machen und man würde dauernd sterben, nicht vom Fleck kommen und einen Misserfolg nach dem anderen haben, dann ist man bald soweit, aufzugeben. In Spielen ist deshalb nicht das Durchhaltevermögen wichtig, sondern, dass die Balance zwischen Herausforderung und Spaß stimmt. Und das gilt auch für die Selbständigkeit.

Interessanterweise ist man in Diablo für diese Balance selbst zuständig. Indem man Punkte für gewisse Fähigkeiten verteilt, kann man selbst dafür sorgen, dass der Spielspaß steigt. Und auch in der Selbständigkeit ist es ganz wichtig, dass man einerseits mit Leidenschaft bei der Sache ist und andererseits immer wieder an Zahnrädchen dreht und bewusst reflektiert, welche Skills man verbessern muss, um persönlich und unternehmerisch zu wachsen.

Edelsteine-DiabloEasy to learn, hard to master: In diesem Spruch von Blizzard liegt sehr viel Wahrheit, die man auch auf die Selbständigkeit anwenden kann. Ich denke, es ist wichtig, dass man eine Arbeit macht, die einem leicht von der Hand geht und für die man eine gewisse Begabung hat. Also eine Anlage für ein Potential. Aber jedes Talent muss auch trainiert werden und je konsequenter man das macht, desto besser wird man darin. Spiele zeigen uns, dass uns Dinge nicht einfach in den Schoß fallen, sondern erarbeitet werden müssen. Selbst in Diablo, wo ja Glück eine Rolle spielt, muss man die nötigen Stunden investieren, damit einem das Glück hold ist.

Du lernst, mit Frustrationen umzugehen: Nicht immer jedoch kommt man von einem großen Beutezug mit vollen Händen zurück. Das ist sogar öfter der Fall, als es nicht der Fall ist. Und es ist erstaunlich, dass trotzdem so viele Leute dieses Spiel spielen, wo ja die meiste Zeit nichts dabei rauskommt. Als Selbständiger sieht man sich gegebenenfalls auch mit solchen Phasen konfrontiert, wo nichts geht, wo alles schief läuft oder wo die eigenen Bemühungen temporär sinnlos erscheinen. Diejenigen, die dann weitermachen, tun dies, weil sie eine Leidenschaft für ihre Arbeit empfinden. Die, die aufhören, empfinden nicht diese Leidenschaft für ihre auserwählte Tätigkeit.

Du arbeitest für dich, nicht für andere: In guten Spielen macht schon der Weg selbst Spaß. Ich finde das höchst interressant, weil so viele Menschen nur für Geld arbeiten. Man soll nicht OHNE Geld arbeiten, Geld ist gut, es ist ein Bonus am Ende des Spiels. Aber in guten Spielen – in guten Unternehmen – ist die Tätigkeit für sich allein schon so lustig, dass man auch nur für sich spielen würde – weil man dazulernt, sich verbessert und wächst. Und erst DAFÜR – für diesen Spaß, den man bei einer Sache hat, wird man am Ende reichlich belohnt. Also doppelt Spaß. Hat man in Spielen keinen Spaß, erwartet einen am Ende auch nicht die Schatzkiste, weil man gar nicht erst ans Ende kommt.

Spiele machen uns das so gut vor, also machen wir es im Arbeitsleben doch einfach nach!

Learn2Play all day

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